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4. Januar 2021

An digitalisiertem Unterricht führt kein Weg mehr vorbei

März 2020, die Schülerinnen und Schüler des Deutschlehrers Stefan Hofer trudeln langsam ein vor ihren Bildschirmen: Fernunterricht an einem Dienstagmorgen im Shutdown, an der Kantonsschule Enge in Zürich genauso wie an allen übrigen Schulen im Land. Die Klasse kämpft mit technischen Problemen. Kommunikationsplattformen wie Teams und Zoom sind damals noch Neuland.

Mehr Miteinander, mehr vernetztes Denken: Hat die Corona-Pandemie unsere Schulen für immer verändert? NZZ, 3.1. von Robin Schwarzenbach

28. März 2020

Urs Moser warnt vor zu hohen Erwartungen


Herr Moser, im Interview mit der NZZ hat die oberste Zürcher Schulleiterin, Sarah Knüsel, in Aussicht gestellt, dass alle Schüler wegen der Corona-Krise das Jahr wiederholen müssen. Was halten Sie von dieser Einschätzung?

Ich sehe das nicht so pessimistisch. Auch wenn die Schulschliessung bis zu den Sommerferien andauern würde, wäre das nicht die absolute Katastrophe. Die Schule findet ja trotzdem statt – einfach mit neuen Unterrichtsformen. Es ist nicht so, dass die Kinder nichts lernen. Finanziell und organisatorisch wäre es zudem unmöglich, einen ganzen Jahrgang nochmals zu unterrichten. Das ist keine praktikable Lösung.

«Eltern sollen nicht die Lehrperson spielen», NZZ, 28.3. von Linda Kaponen

27. März 2020

Schwächere Schüler speziell belastet


Schon bevor der Bundesrat am 13. März erlassen hatte, dass die Schulen geschlossen werden, haben die Lehrpersonen vermutet, dass sie sich bald auf eine neue Unterrichtsform einstellen müssen.
Die Situation belastet die schwächeren Schüler mehr, SRF, 26.3. von Judith Frei

5. Februar 2020

Geburtsmonat beeinflusst Schulerfolg


Wer mit offenen Augen durchs Leben geht, erkennt verblüffende Zusammenhänge. So wurde 1985 auch der relative Alterseffekt entdeckt, der den Sport bis heute prägt. Der kanadische Psychologe Roger Barnsley besuchte ein Juniorenspiel der Lethbridge Broncos, als seine Frau Paula im Matchprogramm blätterte und ihr auffiel, dass der Grossteil der Spieler im Januar, Februar oder März geboren war. Im Sport wird meist nach Jahrgang unterteilt, und die Älteren starten oft mit einem Vorteil, der zu einer Aufwärtsspirale führen kann, der sie weit trägt. Bis heute tüfteln Clubs und Verbände nach Gegenmitteln, um nicht spätgeborene Talente zu verpassen.
Der Altersunterschied wirkt sich besonders in Mathematik aus, Bild: Keystone
Haben Jüngere schlechtere Chancen in der Schule? Tages Anzeiger, 4.2. von Simon Graf

7. November 2019

Lernen nach dem Lustprinzip

Motivation statt Drohungen: Der «Intrinsic Campus» will vom eigenen Interesse geleitetes Lernen an Volksschulen bringen und bildet dazu Lehrpersonen aus. Bei Bildungsexperten stösst das Lernen nach dem Lustprinzip allerdings auf Skepsis.
Das "Office" der Sekundarschule Niederhasli ZH, Screenshot SRF
Lernen nach dem Lustprinzip, SRF 10 vor 10, 6.11.

20. August 2019

ZLV: Zürcher Klassen sind zu gross


Heute Morgen heisst es für die Zürcher Kinder wieder still sitzen und aufpassen. Zum ersten Schultag gibt es aber auch für die kantonale Bildungspolitik eine Herausforderung, denn der Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband (ZLV) präsentiert einen neuen Forderungskatalog. Im Fokus diesmal: die zu grossen Schulklassen in der 4. bis 6. Klasse der Primarschule - auch Mittelstufe genannt. 

Lehrer und Experten streiten um die richtige Klassengrösse, Tages Anzeiger, 19.8. von Daniel Schneebeli

5. April 2019

Eltern gegen Leistungschecks

In Basel hat sich eine Elterngruppe formiert, die sich dafür einsetzt, die in den Kantonen Basel-Stadt, Baselland, Solothurn und Aargau eingesetzten Checks abzuschaffen. Diese Leistungsüberprüfungen kosten den Kanton Basel-Stadt jährlich rund 600'000 Franken. Im Jahr 2017 haben sich 95 Prozent der Basler Lehrer in einer Resolution für die ersatzlose Abschaffung dieser Checks ausgesprochen. Dies wurde vom Erziehungsdepartement jedoch ignoriert. Der Grosse Rat hat im Oktober 2018 eine Motion zur "Streichung der Leistungschecks an der Basler Volksschule" mit 48:40 Stimmen abgelehnt.
Unterstützen Sie die Petition gegen die teuren Leistungs-Checks ohne Mehrwert. 
www.checks-weg.ch

31. März 2019

Angst vor dem Abstieg


Eine stressige Zeit geht für Tausende Eltern im Kanton Zürich vorerst zu Ende. Sie haben erfahren, ob ihr Kind die Gymiprüfung bestanden hat. Wieso diese Aufregung ums Gymnasium, die manche Familie in einen Ausnahmezustand versetzt? Dahinter steht auch ihre Angst vor dem Abstieg, schreibt Alain Zucker  
In der Gymi-Frage zeigt man sich als Vater nicht immer von der besten Seite, NZZaS, 24.3. von Alain Zucker

15. Oktober 2018

Kampf um Lehrmittel


Die nackten Zahlen erschrecken: Bei den Leistungs-Checks der Sechstklässler in der Nordwestschweiz schneiden die Primarschüler im Französisch besonders schlecht ab. Auf einer Skala von vier Kompetenzstufen schafft es ein Grossteil nicht über Stufe zwei hinaus. Konkret sind dies in der Kategorie «Hören» 62 Prozent in Baselland, 56 Prozent in Basel-Stadt und 67 Prozent im Kanton Solothurn. Beim «Lesen» sind es 63 Prozent (BL) respektive 67 Prozent (BS und SO). Im Kanton Aargau wurde statt Französisch Englisch getestet, wobei auch hier 53 (Hören) und 55 Prozent (Lesen) die Stufe Drei nicht erreichten. 
Französisch-Tests spalten Lehrer, Basellandschaftliche Zeitung, 12.10. von Michael Nittnaus

Sinnlose Tests


Die vom Institut für Bildungsevaluation der Universität Zürich durchgeführten Tests mit 12 500 Schülerinnen und Schülern der 6. Primarklassen haben wenig schmeichelhafte Resultate ergeben: Fast zwei Drittel erreichten die Lernziele nicht. Wie werden diese schlechten Resultate unter anderem von Beat Lüthi, Leiter des Amts für Volksschulen, erklärt? Der Vergleich zwischen den Resultaten der Checks und den Lernzielen sei nicht zulässig. Die Lernziele müssten erst am Ende und nicht schon am Anfang des 6. Schuljahres erreicht werden. (Die Tests fanden im ersten Semester der 6. Klasse statt.) Wenn dem so ist: Weshalb werden mit Tausenden von Schülerinnen und Schülern Tests durchgeführt, deren Anforderungen angeblich für die grosse Mehrheit der Teilnehmenden zu hoch sind? Weshalb wird Zeit und Geld in solche Vergleichstests investiert, deren Resultate kaum brauchbar und demotivierend für die Schülerinnen und Schüler sind? Oder ist die Erklärung von Herrn Lüthi schlicht und einfach eine Ausrede, um von der Kritik am Lehrmittel «Mille feuilles» abzulenken? 
Basellandschaftliche Zeitung, 15.10. Leserbrief von Christoph Studer

1. September 2018

Der König ist nackt

Die Antworten der Bildungsforscher über die Wirkung der Schulreformen der letzten zwanzig Jahre in der Schweiz sind ernüchternd.
"Das ist vernichtend", NZZ, 31.8. von Martin Beglinger

29. August 2018

Grosse Unterschiede in der Unterrichtszeit

Sind Genfer Kinder intelligenter als Luzerner? Geht es nur nach der Unterrichtszeit, ist die Antwort eindeutig «Ja». Der kürzlich veröffentlichte Bildungsbericht 2018 offenbart bemerkenswerte Unterschiede zwischen den Kantonen. So sitzen Genfer Kinder bis zum Ende der Primarschule über 1000 Stunden länger im Unterricht als Luzerner. Auch St. Galler, Tessiner und Glarner verbringen Hunderte Stunden mehr im Klassenzimmer als Zuger, Berner oder Aargauer (siehe Tabelle). 
1000 Stunden weniger Unterricht, Basellandschaftliche Zeitung, 29.8. von Yannick Nock

5. August 2018

Stark in Mathe, schwach im Lesen

Die Schweiz rühmt sich gerne ihres einzigartigen Bildungssystems. Es ist durchlässig und bietet eine breite Palette an Bildungswegen: So setzt das Studium an der Uni oder ETH nicht mehr zwingend einen Gymi-Abschluss voraus, sondern kann auch über eine Lehre mit Berufsmatur begonnen werden.

Viersprachig, aber im Lesen nur Durchschnitt, Blick, 3.8. von Romina Brunner

24. Juni 2018

Digitalisierung kann Lehrer nicht ersetzen

«Mindsteps» heisst das Programm, nun in Schulen der Kantone Aargau, Solothurn sowie beider Basel benutzt wird. Schülerinnen und Schüler der Unterstufe müssen am Computer anhand von 25'000 Aufgaben für Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik selber testen, ob sie den Stoff begriffen haben. Das Resultat geht dann automatisch zum Lehrer. Die Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm sieht das kritisch.
Lernprogramm "Mindsteps" - "Kein Programm kann eine gute Lehrperson ersetzen", SRF 
Echo der Zeit, 18.6. von Nicoletta Cimmino
Ersatzprogramm für Lehrerpersonen, SRF Echo der Zeit, 18.6.

22. Mai 2018

Was bringt der Check S3?

Aargauer Grossräte aus sieben Parteien wollen den standardisierten «Check S3» abschaffen. Damit will man die Leistung der Schülerinnen und Schüler flächendeckend messen und vergleichen. Die Regierung will erst Resultate.
Die Kantone Aargau, Basel-Stadt, Basel-Land und Solothurn führen gemeinsam standardisierte Tests durch, die sogenannten Checks, Bild: Barbara Scherer
Bringt der "Check S3" Schülern etwas für die Berufsorientierung? Aargauer Zeitung, 22.5. von Mathias Küng

19. April 2018

Englisch-Evaluation in Graubünden

Sämtliche Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I brüteten letzten Sommer über Englischaufgaben. Die 2. Klassen der Real- und Sekundarschulen mussten englische Texte lesen, verstehen und selber schreiben. Sie unterhielten sich in Englisch und hatten Grammatikaufgaben zu lösen. Bei insgesamt 1497 Schülerinnenund Schülern im ganzen Kanton wurde nach rund vier Jahren Englischunterrichtgetestet, wie gut sie die Sprache können.
Yes! In Englisch bekommen Bündner Klassen eine Sechs, Südostschweiz, 19.4. von Ursina Straub

18. April 2018

Bündner Englischkenntnisse im Rahmen der anderen Kantone

Das Institut für Bildungsevaluation der Universität Zürich hat im Juni 2017 in allen 2. Klassen der Sekundarstufe I im Kanton Graubünden den Lernstand der Schülerinnen und Schüler im Fach Englisch erhoben. Der Schlussbericht dieser Lernstandserhebung mit den detaillierten Ergebnissen liegt nun vor. Die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler erfüllt die Vorgaben des Lehrplans. 
Erfolgreicher Englischunterricht in Graubünden, Medienmitteilung Standeskanzlei Graubünden, 18.4.

22. Januar 2018

Urs Moser zu Farben statt Noten

Farben statt Noten: Ist das sinnvoll?
Die Farben machen die Rückmeldung freundlicher. Zusätzliche Wortrückmeldungen präzisieren die Beurteilung. Das eigentliche Problem wird damit kaum gelöst: Die Bewertung zeigt den Leistungsvergleich innerhalb einer Klasse, sagt aber wenig über den Lernerfolg des einzelnen Kindes aus.
"Das eigentliche Problem wird kaum gelöst", Migrosmagazin, 18.1. von Claudia Weiss

18. Januar 2018

Es fehlen Mittel und Know-how, um mit Testergebnissen Sinnvolles anzufangen

Welchen Einfluss habe ich auf den Lernfortschritt meiner Schülerinnen und Schüler? Ist meine Beurteilung vergleichbar mit der Beurteilung meiner Kolleginnen und Kollegen andernorts? Lehrpersonen aller Stufen haben ein professionelles Interesse an solchen Fragen. Sind Vergleichsmessungen geeignet, Antworten darauf zu finden? Oder gerade nicht? Urs Moser* nimmt zu 10 Thesen Stellung.
Kompetenzen - Messen als Risiko oder Chance? Schulinfo Zug, 9.1. von Lukas Fürrer

5. Dezember 2017

Buben wollen keine Streber sein

Zuletzt fand ein alter Trend neue Beachtung: Seit Mitte der Neunzigerjahre tut sich eine Schere bei der Maturaquote auf. Mädchen haben die Buben abgehängt. Über die Ursachen debattieren Lehrer, Politiker und Bildungsforscher seit Jahren. Doch ein Aspekt ging bislang in der Diskussion unter – dabei trifft er besonders in der Schweiz zu.
Die Angst, als Streber zu gelten, kann die Leistung beeinträchtigen. Von dieser Furcht betroffen sind allerdings hauptsächlich Buben. Erziehungswissenschafterin Margrit Stamm schreibt in einer Kolumne, die in der Zeitung «Nordwestschweiz» erschienen ist, es gebe einen deutlichen Zusammenhang zwischen guten Noten, Unbeliebtheit und dem Geschlecht. «Im Gegensatz zu den Mädchen ist das Wort ‘Streber’ bei vielen Knaben negativ besetzt», sagt Stamm. Es sei deshalb nicht erstaunlich, dass sich viele schulisch sehr gute Buben dem Druck zum Mittelmass beugen – und ihre Noten sinken. Die Kinder würden dabei einem «heimlichen Lehrplan» folgen, sagt Stamm, einem versteckten Code, der vorgibt, was cool ist und was nicht.
Die Angst der Buben, Südostschweiz, 5.12. von Yannick Nock