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15. April 2021

Passepartout-Lehrmittel im Sturzflug

In den beiden Basel können Lehreinnen und Lehrer seit diesem Schuljahr aus einer Liste mit Lehrmitteln für Französisch und Englisch auswählen. Nun zeigen Zahlen aus dem Kanton Baselland, dass auf der Sekundarstufe die bisherigen umstrittenen Lehrmittel kaum mehr bestellt werden.Von rund 180 Lehrpersonen, die neue Lehrmittel bestellt haben, haben sich noch zwei für "Clin d'oeil" entschieden und elf für "New World". Eine ähnliche Entwicklung ist in Basel-Stadt zu beobachten. 

Lehrer wenden sich ab von Mille feuilles und Co. SRF Regional, 14.4. von Benedikt Erni

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5. Dezember 2020

Baselland investiert in bessere Schulqualität

Rund 62 Millionen Franken Investition für ein «breit abgestütztes Massnahmepaket zur Sicherung der Bildungsqualität» – wer sagt da Nein? Vor allem nach den schlechten Ergebnissen der Baselbieter Schüler in den Fächern Deutsch und Mathe nach neun Jahren Grundschule. Bildungsdirektorin Monica Gschwind erntet von den«Bildungsbetroffenen» darum «grundsätzliches Lob». 

Alle wollen mehr Qualität in den Schulen, Basler Zeitung, 3.12. von Daniel Wahl

22. Februar 2020

Die Spuren von Trump im Basler ED


Der amerikanische Präsident hat gemäss einem Faktencheck der „Washington Post“ die Zahl der falschen oder irreführenden Aussagen seit seinem Amtsantritt massiv gesteigert. Von 1999 im Jahre 2017, 5689 2018 auf 15’413 bis zum 10.12.2019.

Seine Beraterin Kellyanne Conway hat dafür den Begriff „alternative Fakten“ geprägt, Donald Trump selbst spricht von „übertriebenen Übertreibungen“. (exaggerated hyperbole)

In der Literatur ist das Phänomen der verzerrten Erfassung von unbequemen Wahrheiten ein beliebtes Sujet. Marcel Proust stellt fest, dass die Wirklichkeit nicht in die Welt des Glaubens dringe, Aldous Huxley schreibt, Tatsachen schaffe man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriere, und Mark Twain erklärt, man müsse die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen könne. Der US-Senator Patrick Moynihan schliesslich verteidigt das Recht auf eine eigene Meinung: Aber keiner habe das Recht auf seine eigenen Fakten.
Réveille-toi, Conradin. Vite! Basler Zeitung, 21.2. von Roland Stark

18. Oktober 2019

Offener Brief zum Passepartout-Debakel

Die Französischlehrmittel «Mille feuilles» und «Clin d’oeil» des Fremdsprachenprojekts «Passepartout» wurden mit dem Versprechen eingeführt, ein besseres Verständnis und eine erfolgreichere Anwendung der französischen Sprache zu vermitteln. Allerdings wurden sie nicht empirisch erprobt, sondern auf Anhieb flächendeckend eingeführt. Gegenwärtig dienen 120’000 SchülerInnen ungefragt als ProbandInnen.
Mit der von den sechs Passepartout-Kantonen beim Institut für Mehrsprachigkeit (IfM) der Universität Fribourg in Auftrag gegebenen Studie wird nun abermals bestätigt, was Lehrkräfte seit der Einführung der besagten Lehrmittel immer wieder beanstanden: Mit «Mille feuilles» und «Clin d’oeil» werden die Lernziele nicht annähernd erreicht! Es handelt sich dabei bereits um die vierte wissenschaftliche Untersuchung, welche dem Passepartout- Konzept ein schlechtes Zeugnis ausstellt.

Flächendeckende Abschaffung des Lehrmittelobligatoriums gefordert


Dass an der Urne über den Einsatz von Lehrmitteln entschieden wird, ist selbst für schweizerische Verhältnisse aussergewöhnlich. Im November werden die Stimmberechtigten im Baselbiet über das umstrittene Französischlehrbuch «Mille feuilles» befinden. Seit Jahren kritisieren Eltern und Lehrpersonen, dass Schülerinnen und Schüler in sechs Deutschschweizer Kantonen kaum mehr richtig Französisch lernten. Basel-Stadt, Baselland, Bern, Freiburg, Solothurn und das Wallis, in denen Französisch die erste Fremdsprache ist, setzen das Lehrmittel «Mille feuilles» seit 2011 ein.
Barlez wu Fransai? Ein umstrittenes Französischbuch löst einen politischen Sturm aus, NZZ, 18.10. von Daniel Gerny und Erich Aschwanden

3. Oktober 2019

Verheerende Evaluation nicht publiziert


Mille feuille ist ein französischer Kuchen aus geschichtetem Blätterteig mit Füllungen aus Konfitüre, Rahm oder Creme – eine Köstlichkeit.Weniger köstlich ist das gleichnamige Lehrmittel für Schüler in verschiedenen Kantonen, darunter die beiden Basel. Viele Schüler, Lehrer und Eltern sind seit Jahren unglücklich mit «Millefeuilles». Die Bildungsverwaltungen hielten jedoch die Kritiker der Lehrmittel mit dem Versprechen hin, die Erfolgsquote erst auswerten zu wollen. 
Schlechte Ergebnisse scheuen das Licht, Basler Zeitung, 3.10. von Franzska Laur

11. Juli 2019

Faire Bewertung von soft skills?


Soft Skills sind unheimlich schwierig zu bewerten: Sie hängen unter anderem ab vom Alter, der Situation, der Klasse, dem Unterrichtsfach und der Lehrperson. Trotzdem werden an vielen Schulen die Lehrpersonen dazu angehalten, alljährlich unzählige Kreuzchen zu setzen, sogar fachspezifisch. Bei einem Vollpensum auf der Sekundarstufe (9 Kurse, 4 Klassen, vergleichsweise wenige 10 Kriterien, Bewertung in jedem Fach) ergibt das mehr als 8100 Entscheidungen! Wenn jeder Schüler nur «einfach» beurteilt wird (also fachunabhängig), verbleiben noch immer mehr als 900 Entscheidungen.

26. März 2019

Mangelndes Französisch


Die Uni-Professoren sorgen sich wegen der mangelnden Französisch-Kenntnisse der Schüler. «Das beunruhigt uns sehr, denn es bedeutet, dass die in der Sek II gesetzten Lernziele nicht erreicht werden können, wenn gleichzeitig ein zweijähriger Lernrückstand aufgeholt werden muss», steht in einem Brief, gezeichnet von den Professoren Lorenza Mandada, Hugues Machal und Dominique Brancher. Sie haben ihn im Februar an das Erziehungsdepartement gesandt.
Universitäts-Professoren sind tief besorgt, Basler Zeitung, 26.3. von Franziska Laur

1. Februar 2019

Baselbiet setzt auf Windows


Die Baselbieter Regierung macht bei der Digitalisierung vorwärts. Künftig soll jeder Sek-1-Schüler einen eigenen Computer bekommen. 7500 Geräte sollen angeschafft werden. Die IT-Projektleitung empfiehlt hier für Windows.
Baselland setzt in den Schulen nicht auf Mac - zum Ärger vieler Lehrer, Basellandschaftliche Zeitung, 31.1. von Leif Simonsen

27. März 2018

Baselland hat genug von Passepartout

Das Baselbiet hat genug von «Passepartout». Das Kantonsparlament hat beschlossen, dass die Französisch- und Englisch-Lehrmittel nicht mehr im Unterricht verwendet werden sollen – und die Bildungsdirektion bereitet deshalb nun den Ausstieg aus «Passepartout» vor.

13. März 2018

Fahrplan zum Passepartout-Ausstieg steht

In den Baselbieter Schulen ändert sich in den kommenden zwei Jahren zunächst einmal gar nichts. Die Lehrerinne und Lehrer unterrichten weiterhin mit den umstrittenen Frühfranzösisch- und Frühenglisch-Lehrmitteln. Der Ausstieg aus Passepartout könne nicht von heute auf morgen erfolgen, erklärt Beat Lüthy, Leiter des Amts für Volksschulen: «Ein schneller Ausstieg wäre nicht seriös.»
Fahrplan für Baselbieter Ausstieg aus Passepartout steht, SRF Regional, 12.3. 

16. Februar 2018

Keinen Rappen mehr für Passepartout

Der Baselbieter Landrat sagte Ja zur Initiative, die den Ausstieg des Landkantons aus dem Fremdsprachenprojekt Passepartout fordert. Landrat Jürg Wiedemann will nun mit einem Vorstoss erreichen, dass kein Rappen mehr ins Projekt investiert wird.
Passepartout: Initianten wollen keinen Rappen mehr in umstrittenes Fremdsprachenprojekt stecken, Basellandschaftliche Zeitung, 16.2. von Leif Simonsen

13. Februar 2018

Passepartout: Lieber ein Ende mit Schrecken ...

Der Landrat will das Fremdsprachenprojekt Passepartout beenden. Überraschend und deutlich hat er letzten Donnerstag die nichtformulierte Initiative der Starken Schule Baselland angenommen. Damit ist die ursprünglich für nächsten Juni geplante Volksabstimmung nicht mehr nötig: Der Landrat wird den Ausstieg jetzt zuerst gesetzlich verankern müssen.
Ein Signal über den Kanton hinaus, Basler Zeitung, 13.2. von Thomas Dähler
Baselland steigt aus Passepartout aus, 13.2. SRF Regional

9. Januar 2018

Ideologie wichtiger als Lernerfolg

Das neue Sprachenkonzept Passepartout lässt die meisten Lehrer, Schüler und Eltern verzweifeln: Der Aufbau sei ohne System und Logik, sagen sie; auch nach zwei Jahren Unterricht finde man sich in einfachen Alltagssituationen nicht zurecht. Die Lehrmittel seien unbrauchbar, monierten auch gestern viele Leser als Reaktion auf den BaZ-Artikel über das Frühfranzösisch. Es müsse einen sofortigen Halt geben, das neue Konzept gestoppt werden. «Mir tun die Kinder leid, die nun alle mit schlechteren Chancen in die Welt starten, nur weil weltfremde Pädagogen ein schlechtes Konzept konstruiert haben und das Scheitern nicht zugeben wollen», schreibt beispielsweise Max Bader in einem Online-Kommentar auf baz.ch. Zu Hause müsse man fast täglich ausbessern und den Kindern sei Französisch als Sprache durch ständigen Frust versaut worden.
Teure, unbeliebte Franz-Lehrbücher, Basler Zeitung, 9.1. von Franziska Laur

8. Januar 2018

Neue Fremdsprachendidaktik kostet viel und bringt nichts

Eine neue Studie belegt: Kinder, die früher Französisch lernen müssen, beherrschen die Sprache schlechter als Schüler, die später damit beginnen. Damit beweist Susanne Zbinden von der Universität Fribourg in ihrer mit «summa cum laude» ausgezeichneten Masterarbeit, was Lehrer schon lange vermuten: Die neue Fremdsprachendidaktik kostet viel und bringt nichts. «Es ist ein aufgeblasenes Konzept, aber Kritiker wurden jahrelang in die Ecke der Ewiggestrigen gestellt», sagt Philipp Loretz, Geschäftsleitungsmitglied des Lehrervereins Baselland.
Frühsprachen-Konzept zeigt seine Schwächen, Basler Zeitung, 8.1. von Franziska Laur

6. Oktober 2017

Herausforderungen und offene Fragen der Digitalisierung

Aufbruchstimmung herrscht: «Notebooks für alle»1 , «Hightech macht Schule»2 , «Kein Handyverbot mehr für Schüler»3 , «Wie Informatik Schule macht»4 . Die Digitalisierung der Schulen – und damit eine der voraussichtlich grössten, folgenreichsten und kostspieligsten Veränderungen in unserem Bildungswesen – hat begonnen: «Das Update der Schule läuft»5 . Auch im Kanton Baselland laufen die Bestrebungen, den Sprung ins digitale Schulzeitalter erfolgreich zu meistern, auf Hochtouren. Der vorliegende Artikel spürt spezifisch den Baselbieter Fragestellungen und Knackpunkten in konzeptioneller, finanzieller, aber auch pädagogisch-didaktischer Hinsicht nach.
Die Digitalisierung der Baselbieter Schulen, LVB-inform, September 2017 von Philipp Loretz

25. September 2017

Pro Schüler ein Tablet

Als erster Schweizer Kanton will Baselland jeden Sekundarschüler mit einem eigenen iPad oder Laptop ausstatten. Lehrer fürchten, dass die Geräte vom Unterricht ablenken.
Als Pionierkanton konnte sich der Kanton Baselland in den vergangenen Jahren im Bildungswesen nicht hervortun. Dazu fehlte der Geist – und das Geld. Nun aber prescht die Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD) vor:
Bis in wenigen Jahren sollen sämtliche Sekundarschüler im Kanton mit eigenen Laptops oder iPads ausgestattet werden.
In diesem Kanton soll jeder Sekundarschüler gratis einen Laptop erhalten, Schweiz am Wochenende, 24.9. von Leif Simonsen

18. April 2017

Meinungen zu Primarfremdsprachen gehen weit auseinander

In Baselland besuchen in diesem Schuljahr erstmals Kinder die Sekundarstufe, die vier Jahre Frühfranzösisch in der Primarschule hinter sich haben. Zeit für eine erste Bilanz: Funktioniert das neue Fremdsprachenkonzept? In Baselland gehen die Meinungen weit auseinander.
Frühfranzösisch in Baselbieter Schulen - Flop oder Erfolg, SRF Regional, 18.4. von Patrick Künzle

29. März 2017

Frühfranzösisch: Defizite im Wortschatz und beim Sprechen

Nach vier Jahren Frühfranzösisch zieht man in Baselland Bilanz zu diesem Experiment. Ein Sekundarlehrer schildert seine Einschätzung. Zu Wort kommt auch eine der Autorinnen des verwendeten Lehrmittels. Für sie ist die Kritik nicht nachvollziehbar.
Frühfranzösisch - doch kein "Passepartout"? Echo der Zeit, 28.3.

11. März 2017

Umfrage zum Französischunterricht geben zu denken

Vergangenen Sommer sind zum ersten Mal Schülerinnen und Schüler nach vier Jahren Französisch- sowie zwei Jahren Englischunterricht auf der Primarstufe gemäss dem Passepartout-Konzept an die Baselbieter Sekundarschulen übergetreten. Ebenfalls neu auf der Sek I ist seit diesem Schuljahr der Einsatz der Lehrmittel «Clin d’oeil» und «New World». Der LVB hat nun, analog zum Vorgehen seiner Partnerverbände LSO (Solothurn) und LEGR (Graubünden), jene Mitglieder, die in den 7. Klassen Französisch und/oder Englisch unterrichten, zu ihren Eindrücken befragt. Die Resultate, welche Sie detailliert online studieren können, geben zu denken.
Neues Fremdsprachenkonzept in der Kritik. Die Ergebnisse der LVB-Befragung auf der Sek I, LVB-inform, Februar 2017, von Roger von Wartburg und Philipp Loretz