18. November 2019

Schule als Wohnzimmer und Werkraum


Mit dem Lehrplan 21 werden die Kompetenzen des Unterrichts in unzählige Ziele und Inhalte aufgesplittert. Medienbildung findet zwar in allen Fächern und Bereichen statt, ist aber oft nirgends so richtig präsent. Auch «connected», das neue Lehrmittel des Zürcher Lehrmittelverlags vermittelt viel Medienwissen und spricht Kinder mit seinen Zeichnungen eines kleinen Roboters an. Die Frage stellt sich nur, wie intensiv und ausführlich solche zusätzlichen Lehrmittel dann im Unterricht eingesetzt werden. Wenn der Deutschunterricht zum Beispiel an sich schon stark überfrachtet ist, so werden Lehrpersonen häufig auf die weiter ergänzenden Medieninhalte verzichten, weil sie vor der Fülle des Stoffes kapitulieren. Doch reicht es, wenn ein neues Fach einfach durch weitere Inhalte repräsentiert wird?
So soll ein Schulzimmer aussehen, Bild: Infosperber (cc).
Digitaler Werkunterricht in den Schulen, Infosperber, 14.11. von Heinz Moser

1 Kommentar:

  1. Thomas Minder, Präsident Schulleiterverband Schweiz, hat folgende Vision von Unterricht: "In der Schule soll nicht sofort jedem Schüler und jeder Schülerin ein passendes Programm geboten werden, sondern es gehe darum zuzulassen, dass Kinder und Jugendliche selbst etwas kreieren. Minders Vorstellung von der Lehrperson: «Manche Kinder werden das sehr gut und eigenverantwortlich leisten können, andere werden dabei stärker begleitet werden müssen. Und dafür braucht es gute Lehrpersonen, die sich als Motivatoren beziehungsweise Coach verstehen.»"

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