23. März 2016

Informatik-Empfehlungen des Kantons Bern

Für die Infrastruktur der Schulen sind im Kanton Bern die Gemeinden zuständig. Die Erziehungsdirektion (ERZ) erlässt lediglich Empfehlungen dazu, was für eine Informatikausstattung vorhanden sein sollte. Weil die aktuellsten solchen Empfehlungen aus dem Jahr 2008 stammen, werden sie derzeit überarbeitet. «Wir rechnen damit, dass wir in einigen Monaten die Resultate präsentieren können», sagt der Projektleiter Heinz Röthlisberger.
Informatik-Empfehlungen des Kantons Bern, Berner Zeitung, 23.3. von Marius Aschwanden


Klar sei aber bereits jetzt, dass die Erziehungsdirektion auf die unterschiedliche finanzielle Situation der Gemeinden Rücksicht nehmen und keine Luxuslösung empfehlen werde. So gebe man beispielsweise nicht vor, wie viele mobile Geräte pro Klasse vorhanden sein sollten. «Wir empfehlen aber, einfache Geräte für möglichst viele Kinder anzuschaffen», sagt Röthlisberger. Aber auch dem Projektleiter ist klar: «Irgendwann wird der Punkt kommen, an dem jedes Kind ein eigenes Gerät haben muss.»

Kein Thema ist für den Kanton Bern derzeit, dass die Schülerinnen und Schüler ausschliesslich mit ihren privaten Geräten im Unterricht arbeiten. «Dies stellt sehr hohe Anforderungen an die Lehrperson und ist aufgrund des Datenschutzes schwer umsetzbar», sagt Erwin Sommer, Vorsteher des Amtes für Kindergarten, Volksschule und Beratung. Ebenfalls keine Empfehlung gibt die Erziehungsdirektion für digitale Wandtafeln heraus. «Die begrenzten finanziellen Mittel sollten so eingesetzt werden, dass möglichst viele Schüler ein mobiles Gerät selber bedienen können», so Sommer.

Zu einer neuen Kostenteilung zwischen Kanton und Gemeinden sagt der Amtsvorsteher, dass dafür derzeit keine rechtliche Grundlage bestehen würde. Die Erziehungsdirektion werde aber diesbezüglich mit den Gemeinden das Gespräch suchen, stellt Sommer in Aussicht.

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