Für die
Infrastruktur der Schulen sind im Kanton Bern die Gemeinden zuständig. Die
Erziehungsdirektion (ERZ) erlässt lediglich Empfehlungen dazu, was für eine
Informatikausstattung vorhanden sein sollte. Weil die aktuellsten solchen
Empfehlungen aus dem Jahr 2008 stammen, werden sie derzeit überarbeitet. «Wir
rechnen damit, dass wir in einigen Monaten die Resultate präsentieren können»,
sagt der Projektleiter Heinz Röthlisberger.
Informatik-Empfehlungen des Kantons Bern, Berner Zeitung, 23.3. von Marius Aschwanden
Klar sei
aber bereits jetzt, dass die Erziehungsdirektion auf die unterschiedliche
finanzielle Situation der Gemeinden Rücksicht nehmen und keine Luxuslösung
empfehlen werde. So gebe man beispielsweise nicht vor, wie viele mobile Geräte
pro Klasse vorhanden sein sollten. «Wir empfehlen aber, einfache Geräte für
möglichst viele Kinder anzuschaffen», sagt Röthlisberger. Aber auch dem
Projektleiter ist klar: «Irgendwann wird der Punkt kommen, an dem jedes Kind
ein eigenes Gerät haben muss.»
Kein
Thema ist für den Kanton Bern derzeit, dass die Schülerinnen und Schüler
ausschliesslich mit ihren privaten Geräten im Unterricht arbeiten. «Dies stellt
sehr hohe Anforderungen an die Lehrperson und ist aufgrund des Datenschutzes
schwer umsetzbar», sagt Erwin Sommer, Vorsteher des Amtes für Kindergarten,
Volksschule und Beratung. Ebenfalls keine Empfehlung gibt die
Erziehungsdirektion für digitale Wandtafeln heraus. «Die begrenzten
finanziellen Mittel sollten so eingesetzt werden, dass möglichst viele Schüler
ein mobiles Gerät selber bedienen können», so Sommer.
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