19. November 2014

Baselbiet schafft Übergangslehrplan

Der Lehrplan 21 hat an der Sitzung der Baselbieter Regierung gestern viel zu reden gegeben. Erst am späteren Nachmittag publizierte der Regierungsrat sein Communiqué dazu. Fazit: Die Regierung ist erfreut, dass die Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz in der korrigierten Fassung des Lehrplans 21 die wesentlichen Forderungen des Kantons Baselland erfüllt hat. Und: In den Sekundarschulen wird der Lehrplan 21 nicht sofort eingeführt. Ein Übergangslehrplan soll dem Bildungsrat Zeit geben, unter «Gewährleistung der hohen Mitwirkungsstand­ards» eine breit akzeptierte Lösung für den Kanton zu erarbeiten.
Mit Lehrplan 21 wird zugewartet, Basler Zeitung, 19.11. von Thomas Dähler


Sowohl für den Lehrplan als auch für die Stundentafel sei der Bildungsrat zuständig, steht in dem Communiqué. Der Bildungsrat beschliesse somit, «ob und wie er den Lehrplan 21 als Grundlage für die Stufenlehrpläne teilweise oder ganz nutzt, verändert, ergänzt, sowie zu welchem Zeitpunkt er diese in Kraft setzt». Ausdrücklich weist die Regierung darauf hin, dass sich dies ändern könnte. Der Landrat habe «sowohl zur geltenden Zuständigkeit als auch zur vom Bildungsrat 2012 verabschiedeten Stundentafel (Sammel­fächer) parlamentarische Initiativen überwiesen».
In der Nutzung des Lehrplans 21 als Grundlage für die Lehrpläne sieht die Regierung Vorteile. Sie zählt dabei insbesondere die nationalen Bildungsziele, die überkantonal geregelte Lehrerausbildung sowie die Koordination zwischen den beiden Basel auf. Allerdings seien im Lehrplan 21 die unterschiedlichen Anforderungen für die einzelnen Niveaus der Sekundarschule ungenügend beschrieben. Diese müssten gemäss den Vorgaben des Baselbieter Bildungsgesetzes geregelt werden.

Dies ist denn auch einer der Gründe, weshalb vorerst in den Sekundarschulen während zwei Jahren mit einem Übergangslehrplan gearbeitet werden soll. Der Bildungsrat wird nächste Woche darüber beraten. Für den Kindergarten und die Primarschule hingegen wird der Lehrplan 21 schon im nächsten Schuljahr die Grundlage sein. Generell wird sich die Regierung dafür einsetzen, wie sie schreibt, dass der «föderalistisch weiterhin gewährte Spielraum» genutzt werden könne.

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