Der Lehrplan 21 hat an der Sitzung der
Baselbieter Regierung gestern viel zu reden gegeben. Erst am späteren
Nachmittag publizierte der Regierungsrat sein Communiqué dazu. Fazit: Die
Regierung ist erfreut, dass die Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz
in der korrigierten Fassung des Lehrplans 21 die wesentlichen Forderungen des
Kantons Baselland erfüllt hat. Und: In den Sekundarschulen wird der Lehrplan 21
nicht sofort eingeführt. Ein Übergangslehrplan soll dem Bildungsrat Zeit geben,
unter «Gewährleistung der hohen Mitwirkungsstandards» eine breit akzeptierte
Lösung für den Kanton zu erarbeiten.
Mit Lehrplan 21 wird zugewartet, Basler Zeitung, 19.11. von Thomas Dähler
Sowohl für den Lehrplan als auch für die Stundentafel sei der
Bildungsrat zuständig, steht in dem Communiqué. Der Bildungsrat beschliesse
somit, «ob und wie er den Lehrplan 21 als Grundlage für die Stufenlehrpläne
teilweise oder ganz nutzt, verändert, ergänzt, sowie zu welchem Zeitpunkt er
diese in Kraft setzt». Ausdrücklich weist die Regierung darauf hin, dass sich
dies ändern könnte. Der Landrat habe «sowohl zur geltenden Zuständigkeit als
auch zur vom Bildungsrat 2012 verabschiedeten Stundentafel (Sammelfächer)
parlamentarische Initiativen überwiesen».
In der Nutzung des Lehrplans 21 als Grundlage für die Lehrpläne
sieht die Regierung Vorteile. Sie zählt dabei insbesondere die nationalen
Bildungsziele, die überkantonal geregelte Lehrerausbildung sowie die
Koordination zwischen den beiden Basel auf. Allerdings seien im Lehrplan 21 die
unterschiedlichen Anforderungen für die einzelnen Niveaus der Sekundarschule
ungenügend beschrieben. Diese müssten gemäss den Vorgaben des Baselbieter
Bildungsgesetzes geregelt werden.
Dies ist denn auch einer der Gründe, weshalb vorerst in den
Sekundarschulen während zwei Jahren mit einem Übergangslehrplan gearbeitet
werden soll. Der Bildungsrat wird nächste Woche darüber beraten. Für den
Kindergarten und die Primarschule hingegen wird der Lehrplan 21 schon im
nächsten Schuljahr die Grundlage sein. Generell wird sich die Regierung dafür
einsetzen, wie sie schreibt, dass der «föderalistisch weiterhin gewährte
Spielraum» genutzt werden könne.
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