3. Mai 2014

Lehrerlöhne: Luzern macht Kehrtwende

Kindergärtnerinnen und Primarlehrpersonen sollen gleich viel verdienen. Bisher wollte die Luzerner Regierung davon nichts wissen. Nun lässt sie das Lohnsystem grundsätzlich überprüfen.




Sind Anforderungen und Ausbildung vergleichbar? Bild: Roger Grütter

Lehrerlöhne: Luzern macht Kehrtwende, Neue Luzerner Zeitung, 3.5. von Susanne Balli


Wieviel ist die Arbeit von Kindergärtnerinnen wert? Mit dieser Frage befasst sich zurzeit die Luzerner Regierung. Sie will prüfen, ob die Kindergärtnerinnen künftig gleichviel verdienen sollen wie die Primarlehrpersonen. Das war eine Forderung des Luzerner Lehrerverbands (LLV). Heute verdient eine Kindergärtnerin rund 300 bis 400 Franken weniger pro Monat als eine Primarlehrperson mit vergleichbarer Berufserfahrung.
Kosten: 1,5 Millionen pro Jahr
Bisher wollte man beim Kanton Luzern nichts von einer Angleichung der Löhne wissen. Begründung: Die Anforderungen in den beiden Berufen seien unterschiedlich, deshalb seien unterschiedliche Löhne auch gerechtfertigt. Doch jetzt macht die Luzerner Regierung eine Kehrtwende. Die Anforderungsprofile der beiden Berufe sollen eingehend überprüft werden. Sollte sich dann zeigen, dass die Arbeit auf Kindergartenstufe ebenso anspruchsvoll ist wie auf der Primarstufe, werden die Löhne angepasst. Kosten wird dies den Kanton rund 1,5 Millionen Franken pro Jahr. Profitieren von höheren Löhnen könnten die Kindergärtnerinnen frühestens 2016.


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