Erziehungschef Pulver hat sein Parlament im Griff, Bild: Wikipedia
Lehrplan 21: Berner Regierung hat freie Hand, SRF Regional, 19.11.
Die Debatte im Grossen Rat, SRF, 19.11.
Die Debatte im Grossen Rat, SRF, 19.11.
Mit 83 zu 66 Stimmen lehnte das Kantonsparlament
einen Vorstoss der EVP ab. Die Partei hatte angeregt, dass der Regierungsrat
die Einführung des Lehrplans 21 dem Parlament vorlegen soll. Die EVP forderte
zudem, dass der Grosse Rat über die Kosten informiert wird. Dagegen hatte die
Regierung nichts einzuwenden.
Erziehungsdirektor Bernhard Pulver versicherte, der
Grosse Rat werde im November 2015 zu den Kosten des neuen Lehrplans Stellung
nehmen können - im Rahmen des Aufgaben- und Finanzplans. Hingegen mache es
keinen Sinn, dass das Parlament über die Einführung des Lehrplans selber
entscheide.
Sprecher von SP, BDP und FDP teilten diese Ansicht:
Das Parlament sollte sich davor hüten, eine pädagogische Diskussion zu führen
und sich eingehend über den Inhalt des Lehrplans zu unterhalten. Die Einführung
obliege zu Recht der Regierung.
Etwas anders sah es die SVP. Zur «strategischen
Neuausrichtung» an den Volksschulen sollte sich das Parlament durchaus äussern
können, befand Samuel Krähenbühl.
Für Erziehungsdirektor Bernhard Pulver ist der
überarbeitete Lehrplan 21 ein taugliches Instrument. Für die Berner Schulen
ändere gar nicht so viel. «Die Kinder lernen immer noch die Geografie des
Kantons Bern oder das Einmaleins.» Es sei nicht darum gegangen einen komplett
neuen Lehrplan zu erstellen. Es gehe vor allem um die Harmonisierung der
Lehrpläne in der Deutschschweiz.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen