Die Korrekturen am Lehrplan 21
treffen nicht den Kern der Kritik, sondern sind lediglich einige kosmetische
Änderungen. Zum Vergleich: Ein ungeniessbarer Kuchen wird nicht besser, wenn
man die Farbe des Zuckergusses von Hellblau auf Rosa wechselt, er bleibt
unverdaulich. So ist es auch beim LP21. Nicht diskutiert sind nach wie vor
dessen Auftraggeber, nämlich die nach den Rezepten der OECD und der
Bildungskonzernen arbeitenden Bildungsbäcker (ohne offen dazu zu stehen). Auch die weiteren Zutaten stammen aus der gleichen
Backstube: Der Konstruktivismus als Grundmasse und darin eingepackt das selbst
organisierte Lernen, die Rolle des Lehrers als Coach und Lernbegleiter und die
Zergliederung des Lernprozesses in abprüfbare Kompetenzen. Selbst bei einem
trivialen Haselnussstängeli müssen heute die Zutaten und deren Herkunft offengelegt
werden, damit der Kunde sich entscheiden kann, ob er sich das antun will oder
nicht. Warum nicht im Falle des LP21?
Leserbrief von Eliane Gautschi, 9.11.
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