9. November 2014

Korrekturen am LP21 sind nur Zuckerguss

Die Korrekturen am Lehrplan 21 treffen nicht den Kern der Kritik, sondern sind lediglich einige kosmetische Änderungen. Zum Vergleich: Ein ungeniessbarer Kuchen wird nicht besser, wenn man die Farbe des  Zuckergusses von Hellblau auf Rosa wechselt, er bleibt unverdaulich. So ist es auch beim LP21. Nicht diskutiert sind nach wie vor dessen Auftraggeber, nämlich die nach den Rezepten der OECD und der Bildungskonzernen arbeitenden Bildungsbäcker (ohne offen dazu zu stehen). Auch die weiteren Zutaten stammen aus der gleichen Backstube: Der Konstruktivismus als Grundmasse und darin eingepackt das selbst organisierte Lernen, die Rolle des Lehrers als Coach und Lernbegleiter und die Zergliederung des Lernprozesses in abprüfbare Kompetenzen. Selbst bei einem trivialen Haselnussstängeli müssen heute die Zutaten und deren Herkunft offengelegt werden, damit der Kunde sich entscheiden kann, ob er sich das antun will oder nicht. Warum  nicht im Falle des LP21?
Leserbrief von Eliane Gautschi, 9.11.

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