9. November 2014

Kompetenz

> Kompetenz, die
Begriff aus der Pädagogik, der die seltene Konstellation meint, in der jemand fähig, willig und zuständig ist ( Inexistenz). In der Schweiz gewinnt der Begriff mit dem Lehrplan 21 (> Referenz), der die Lernziele künftig als K. beschreibt, neue Bedeutung. Ziel ist es, dass die Schüler auch können, was sie wissen (> Kongruenz), oder zumindest wissen, was sie nicht können (> Faulenz). Aus Sicht der Gegner ist dies alles nur heisse Luft ( Flatulenz). Sie bemängeln, dass die Schüler dadurch bald noch weniger wüssten (> Turbulenz) - und schon gar nicht, was sie tun (> Adoleszenz). Auf jeden Fall soll das neue Konzept garantieren, dass der Lehrplan nicht bereits erfüllt ist, wenn der Stoff im Unterricht behandelt wurde (> Effizienz), sondern erst dann, wenn die Schüler effektiv das nötige Wissen haben (> Prudenz) und auch anwenden können (> Evidenz). Dies bringt es mit sich, dass die Schulzeit (> Impertinenz) je nach Verhalten der Schüler (> Absenz) etwas länger dauern kann (> Rekurrenz).
Quelle: NZZaS, 9.11., Wortkontrolle

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