Verschobene Basler Schulferien sorgen für Unmut, SRF Regional, 2.6.
Die Grünliberale Grossrätin Katja Christ ist
sauer auf die Basler Schulbehörden. «Schon als ich Kind war, wurde der frühe
Ferienbeginn immer als Vorteil der Basler angesehen», sagt die Mutter zweier
Kinder im schulpflichtigen Alter. Der grosse Vorteil ist, dass in vielen
anderen Kantonen und Ländern die Ferien erst später beginnen. Gehen die
Familien in den ersten Wochen in die Ferien, sind die Strände noch nicht
überfüllt und die Flüge und Arrangements günstiger.
Christ hat nun im Grossen Rat einen Vorstoss
an die Basler Regierung gemacht. Sie will wissen, weshalb die Behörden den
Ferienbeginn verschoben haben. Einen ähnlichen Vorstoss hat Hans Furer (GLP) im
Baselbieter Landrat eingereicht.
Hans Georg Signer, Leiter Mittelschulen und
Berufsbildung im Basler Erziehungsdepartement hat eine Erklärung für die neue
Praxis: «Wir haben gesehen, dass es in der Bevölkerung unterschiedliche
Bedürfnisse gibt. Tendenziell gingen die Wünsche eher Richtung Verschiebung
nach hinten.» Diesen Wünschen sei man nun in diesem und nächsten Jahr
nachgekommen.
Signer ist
jedoch klar, dass sich die Behörden mit diesem Entscheid nicht nur Freunde
gemacht haben. Die Betroffenen hätten sich an eine Regelung gewöhnt und wenn
man Gewohntes ändert, komme Unmut auf. Deshalb findet Signer: «Gegner und
Befürworter der neuen Reglung halten sich etwa die Waage. Deshalb ist es wohl
am besten, man hält in Zukunft an einer bestehende Regelung fest.»
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