In der
Basler Zeitung erteilt Franziska Laur dem neuen Französisch-Lehrmittel äusserst
schlechte Noten. Dabei zitiert sie die altbekannten selbst ernannten «Grössen»,
die sich seit Jahren gegen fast jede Weiterentwicklung des Bildungswesens
stellen, den Bündner Sekundarlehrer Urs Kalberer und den Bieler Reallehrer
Alain Pichard.
Die
Journalistin Franziska Laur macht ihr Menschenbild in ihrem Kommentar deutlich.
Offenbar gilt ihr als Lernen nur, wenn etwas «mit Schweiss und Tränen» erkämpft
wird. Alles andere sind für sie Auswüchse einer angeblichen Spassgesellschaft,
insbesondere dann, wenn Kinder Spass am Lernen entwickeln sollten.
Denn
laut Franziska Laur sind solche Motivationslagen «Schwachsinn» und zeugen von
«sozialromantischen Vorstellungen von Pädagogik.»
Was mich am meisten
stört bei undifferenzierten Attacken auf ein neues Lehrwerk, ist, wenn die
tatsächlichen ersten Umstellungsschwierigkeiten einer Unterrichtsmethode mit
komplett falschen Behauptungen vermischt werden. Zum Beispiel, dass mit «Mille
feuilles» keine Wörter gelernt werden müssten. So ein Unsinn! Es braucht mehr
Sorgfalt und Fairness in der Berichterstattung einer seriösen Journalistin.Quelle: Basler Zeitung, 4.3.
P.S. Peter Uhr ist übrigens Geschäftsführer des Schulverlags plus, der schweizweit das Monopollehrmittel "Mille Feuilles" herausgibt.
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