25. September 2019

World Education Leadership Symposium


In diesen Tagen kommen in Zug 850 Bildungsexperten aus 70 Ländern zusammen. Denn von heute bis zum 27. September findet Europas grösste internationale Bildungskonferenz, das World Education Leadership Symposium statt. Sie wird alle zwei Jahre veranstaltet und Zug ist bereits zum sechsten Mal Gastgeber. Stephan Huber von der PH Zug organisiert das Symposium.
Stefan Huber von der PHZ: "Die Schule von morgen muss sich weiterentwickeln", Luzerner Zeitung, 25.9. von Andrea Muff


Was ist das Ziel des Symposiums?
Stephan Huber: Ziel des Symposiums ist, einen Beitrag zur Entwicklung der Qualität der Bildung und damit auch einen wichtigen Beitrag für eine zukunftsfähige Gesellschaft zu leisten. Das Symposium zeigt Möglichkeiten auf, wie die Qualität von Bildung weiterentwickelt werden kann. Wir sehen sehr viel Potenzial darin, Vertreterinnen und Vertreter der Praxis, Wissenschaft, Wirtschaft und von Stiftungen sowie Behörden zusammenzubringen. Durch Austausch von Erfahrungen können Ideen für eine bessere Schule entwickelt werden. Die Schule von morgen muss sich weiterentwickeln.

Wie kam es dazu, dass das Symposium ausgerechnet in Zug stattfindet?
Nachdem ich im Jahr 2006 die Leitung des Instituts für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie IBB der PH Zug übernommen hatte, war es mir ein besonderes Anliegen, diese grösste internationale Fachtagung im gesamten europäischen Raum zu Bildungs- und Führungsfragen fortan in Zug auszurichten.

Was bedeutet das für die PH Zug und den Kanton Zug?
Durch über Jahre ausgebaute und gepflegte Kooperationen und Vernetzungen mit Netzwerken in den USA, Südamerika, Asien, Australien und Europa konnte ein weltweiter Austausch von Bildungsexpertinnen und -experten verankert werden. Davon profitiert die PH Zug und der internationale Standort Zug. Wir machen Arbeit und Leistungen von Zug international sichtbar.

Seit wann planen Sie dieses Symposium?
Das ist eine gute Frage! Nach dem Symposium ist vor dem Symposium, so sagen wir immer intern in Anlehnung an den berühmten Fussballer-Spruch von Sepp Herberger. Ich engagiere mich für das Symposium mehr oder weniger ehrenamtlich und andauernd hat man Ideen für Formate, Inhalte, Referierende. Die intensivste Phase sind die letzten zehn Monate vor dem jeweils bevorstehenden Symposium.

Was war Ihnen bei der Komposition des Programms besonders wichtig?
Wir greifen zu den Symposien immer aktuelle Themen wie Digitalisierung oder Umwelt und Gesellschaft auf und versuchen aber auch, Themen zu antizipieren. Oft hatten wir ein Thema, das später dann sehr wichtig wurde. So thematisierten wir Migration schon vor den Flüchtlingsströmen. Oder wir diskutierten über Bildungslandschaften, bevor 22 Gemeinden in der Schweiz und die Jacobs Foundation rund 20 Millionen Schweizer Franken in ein gleichnamiges Programm investiert haben. Wir greifen immer auch ganz klassische Sujets auf wie Qualitätsmanagement oder Leadership. In diesem Jahr steht das Thema «Verantwortung für Bildung – Ansprüche, Realität, Möglichkeiten» im Fokus.

Wie schwierig war es die internationalen Experten nach Zug zu locken?
Drei Dinge sind entscheidend: Netzwerke, Netzwerke, Netzwerke. Durch die Vernetzung ist ein weltweiter Austausch von Bildungsexpertinnen und -experten etabliert, den ich ständig weiter verstetige und ausbaue. Internationale Expertinnen und Experten schätzen das Symposium. Sie attestieren der Tagung ein hohes fachliches Niveau, treffen Kolleginnen und Kollegen in einem stimmungsvollen Ambiente mit einer guten Mischung von Lockerheit und Ernsthaftigkeit. Auch das Rahmenprogramm wie beispielsweise die kulturellen Spaziergänge, die musikalische Unterhaltung oder das Gala Dinner sind bezüglich Netzwerkpflege ein wichtiger Eckpfeiler.

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