7. Oktober 2018

Schönreden von Passepartout


Eine Portion Unbelehrbarkeit gehört dazu, wenn Regina Jäkel Pacchiarini und Lukas Flüeler die frustrierenden Erfahrungen mit «Passepartout»-Lehrmitteln noch immer schönreden. Bei Betroffenen dürfte das einiges Kopfschütteln auslösen. Zur Zahlenakrobatik mit Befragungsresultaten, die Jäkel und Flüeler jetzt beanstanden, tragen sie mit eigenen Befragungen auch kräftig bei.
Basler Zeitung, 6.10. Leserbrief von Felix Schmutz


Vermessen ist, wenn sie ihre erst kurze Unterrichtspraxis höher werten als die langjährige Erfahrung von Sekundar- und Gymnasiallehrpersonen mit Sprachstudium und spezifischer didaktischer Ausbildung. Geradezu unverfroren ist der Vorwurf der «Pseudowissenschaftlichkeit» gegnerischer Argumente, wenn sie selbst Lehrmittel verteidigen, die auf dem Hokuspokus von umstrittenen Hypothesen und unhaltbaren Fehldeutungen der Hirnforschung beruhen.

Sollten sie echtes Interesse am «Wohl ihrer Schüler und Schülerinnen» haben und von der ideologischen Rechthaberei wegkommen wollen, darf man ihnen die Lektüre des Grundlagenwerks «Understanding Second Language Acquisition» von Rod Ellis (2015) empfehlen, der sachlich-neutral Theorie und Forschung analysiert.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen