Die 13, neu 14 Wochenunterrichtsfreie Zeit in Basel sind doch unbestritten ein herrlicher Aspekt des
Lehrer-Seins, selbst wenn Teile davon für Arbeiten im Zusammenhang mit dem
Beruf verwendet werden. Wieso ist es so schwierig, zu diesem Vorteil des Lehrerberufs
zu stehen?
Liebe Lehrer, steht zu euren Ferien, Basellandschaftliche Zeitung, 8.9. Kommentar von Samuel Hufschmid
Jeder Beruf hat Vor- und Nachteile. So auch
derjenige des Lehrers. Es ist eine schöne, erfüllende und wichtige Aufgabe, mit
Kindern oder jungen Erwachsenen zusammenarbeiten zu können, sie in ihrer
Entwicklung zu unterstützen und ihnen Fähigkeiten und Wissen fürs Leben
beizubringen. Das ist ein Vorteil des Lehrer-Berufs. Weitere Vorteile sind die
hohe Job-Sicherheit und die relativ gute Entlöhnung.
Und
die Ferien.
Die
13, neu 14 Wochen unterrichtsfreie Zeit in Basel sind doch unbestritten ein
herrlicher Aspekt des Lehrer-Seins, selbst wenn Teile davon für Arbeiten im
Zusammenhang mit dem Beruf verwendet werden. Was auf jeden Fall bleibt, ist die
Freiheit, sich die Tage und Wochen einteilen zu können, einmal auszuschlafen
oder das Wochenende bei schönem Wetter spontan zu verlängern. Und in den
Sommerferien auch mal mehrere Wochen am Stück mit den Kindern zu verreisen.
Wieso
ist es so schwierig, zu diesem Vorteil des Lehrerberufs zu stehen? Wieso
braucht es komplizierte Berechnungen, um die Einhaltung der Jahresarbeitszeit
zu garantieren? Viertel- und Achtellektionen, die zusammengezählt zu Pensen wie
73,2 Prozent führen, damit alles aufgeht? Ich zumindest gönne euch diesen
Vorteil, weil ich weiss, dass euer Job nebst all der aufgelisteten Vorteilen
auch jede Menge Nachteile mit sich bringt, die in Zeiten von
Rechtsschutzversicherungen für Eltern und immer mehr administrativen
Zusatzaufgaben sicher nicht weniger werden.
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