Der Regierungsrat hat dem Grossen Rat eine
Vorlage zur Änderung des Schulgesetzes unterbreitet. Beantragt wird
insbesondere, die Weihnachtsferien für das Lehrpersonal und die Schüler fix
auf zwei Wochen zu veranschlagen. Zusammen mit den anderen im Ratschlag
vorgeschlagenen Massnahmen könne so eine bessere Verteilung der Ressourcen
innerhalb des Schulsystems erreicht werden.
Basel will 14 Wochen Ferien einführen, Basler Zeitung, 7.9. von Franziska Laur
Auf diese Weise solle die von der Kantonalen Schulkonferenz und
der Freiwilligen Schulsynode geforderte Entlastung der Klassenleitungsteams
umgesetzt werden. Die bisherigen Ferienkonti der Lehrpersonen würden per 31.
Juli 2017 aufgehoben werden sowie die Kooperationslektion an den Volksschulen
wegfallen.
Mit einer Änderung des Schulgesetzes soll die jährliche
Feriendauer auf vierzehn Wochen verlängert werden. Damit sollen ab dem
Schuljahr 2017/2018 zwei Wochen Weihnachtsferien gewährt werden, wobei bisher
erfolgter isolierter Unterrichtsausfall fast ausnahmslos unterbleiben solle.
Eine entsprechende Vorlage hat der Regierungsrat an den Grossen Rat
weitergeleitet.
Die Weihnachtsferien an den Schulen sollen neu immer 14 Tage
dauern, unabhängig von den Feiertagen. Damit würde Basel-Stadt mit anderen
Kantonen gleichziehen. Die Vorbereitung dieses Entscheides zur Einführung von
zwei Wochen Weihnachtsferien ab Schuljahr 2017/2018 erfolgt in Absprache mit
dem Kanton Baselland.
Kompakter
Unterricht
Mit dieser Umverteilung der Ressourcen werde ein kompakter
Unterricht an den Schulen ermöglicht und gleichzeitig eine praktikable Lösung
für den Ferienanspruch der Lehrpersonen geboten. Zudem könnten die
Klassenleitungsfunktionen an den Schulen kostenneutral entlastet werden,
argumentiert der Regierungsrat. Schliesslich sei damit auch einem allgemeinen
Elternwunsch entsprochen worden, dass es weniger unterrichtsfreie Tage
ausserhalb der Schulferien gibt.
Einrichtung
von Ferienkonto
Diese Massnahme wurde in der Not getroffen: Nachdem der
Regierungsrat beschlossen hatte, dem Basler Staatspersonal fünf Ferienwochen zu
gewähren, wurde dies bei den Lehrpersonen mit der Einrichtung eines
Ferienkontos umgesetzt. Dazu mussten Rückstellungen vorgenommen werden. Das
Erziehungsdepartement sei dann vom Regierungsrat aufgefordert worden, diese
Rückstellungen abzubauen. Allerdings hatte der Regierungsrat schon im April
gemeldet, dass diese angesammelten Rückstellungen etwa 23 Millionen Franken
betragen. Ohne Massnahmen würden sie weiter wachsen. Deshalb schnürte das
Erziehungsdepartement nun zuhanden von Regierung und Grossem Rat dieses
Massnahmenpaket.
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