7. September 2016

Basel bald mit 14 Wochen Ferien?

Der Regierungsrat hat dem Gros­sen Rat eine Vorlage zur Änderung des Schulgesetzes unterbreitet. Beantragt wird insbesondere, die Weihnachts­ferien für das Lehrpersonal und die Schüler fix auf zwei Wochen zu veranschlagen. Zusammen mit den anderen im Ratschlag vorgeschlagenen Massnahmen könne so eine bessere Verteilung der Ressourcen innerhalb des Schulsystems erreicht werden.
Basel will 14 Wochen Ferien einführen, Basler Zeitung, 7.9. von Franziska Laur


Auf diese Weise solle die von der Kantonalen Schulkonferenz und der Freiwilligen Schulsynode geforderte Entlastung der Klassenleitungsteams umgesetzt werden. Die bisherigen ­Ferienkonti der Lehrpersonen würden per 31. Juli 2017 aufgehoben werden sowie die Kooperationslektion an den Volksschulen wegfallen.

Mit einer Änderung des Schulgesetzes soll die jährliche Feriendauer auf vierzehn Wochen verlängert werden. Damit sollen ab dem Schuljahr 2017/2018 zwei Wochen Weihnachtsferien gewährt werden, wobei bisher erfolgter isolierter Unterrichtsausfall fast ausnahmslos unterbleiben solle. Eine entsprechende Vorlage hat der Regierungsrat an den Grossen Rat weitergeleitet.

Die Weihnachtsferien an den Schulen sollen neu immer 14 Tage dauern, unabhängig von den Feiertagen. Damit würde Basel-Stadt mit anderen Kantonen gleichziehen. Die Vorbereitung dieses Entscheides zur Einführung von zwei Wochen Weihnachtsferien ab Schuljahr 2017/2018 erfolgt in Absprache mit dem Kanton Baselland.
Kompakter Unterricht
Mit dieser Umverteilung der Ressourcen werde ein kompakter Unterricht an den Schulen ermöglicht und gleichzeitig eine praktikable Lösung für den Ferienanspruch der Lehrpersonen geboten. Zudem könnten die Klassenleitungsfunktionen an den Schulen kostenneutral entlastet werden, argumentiert der Regierungsrat. Schliesslich sei damit auch einem allgemeinen Elternwunsch entsprochen worden, dass es weniger unterrichtsfreie Tage ausserhalb der Schulferien gibt.
Einrichtung von Ferienkonto

Diese Massnahme wurde in der Not getroffen: Nachdem der Regierungsrat beschlossen hatte, dem Basler Staatspersonal fünf Ferienwochen zu gewähren, wurde dies bei den Lehrpersonen mit der Einrichtung eines Ferienkontos umgesetzt. Dazu mussten Rückstellungen vorgenommen werden. Das Erziehungsdepartement sei dann vom Regierungsrat aufgefordert worden, diese Rückstellungen abzubauen. Allerdings hatte der Regierungsrat schon im April gemeldet, dass diese angesammelten Rückstellungen etwa 23 Millionen Franken betragen. Ohne Massnahmen würden sie weiter wachsen. Deshalb schnürte das Erziehungsdepartement nun zuhanden von Regierung und Grossem Rat dieses Massnahmenpaket.

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