23. Januar 2015

Warme Luft aus Bern

Ein Wunder, dass man im Kanton Bern überhaupt noch Ski fahren kann, bei all der warmen Luft, die das Erziehungsdepartement ausstösst. Laut dessen Direktor, Bernhard Pulver, soll in Sachen Schule nun vermehrt der Mensch ins Zentrum gestellt werden. Und weiter: Die Lehrer sollen sich wieder vermehrt auf den Unterricht konzentrieren können. Wie das gehen soll, hat Pulver anlässlich der Vorstellung der neuen kantonalen Bildungsstrategie 2016 erklärt. (uk)

Mehr Zeit und Energie für den Unterricht, Bild: Keystone

Wieder mehr Zeit fürs Kerngeschäft in den Schulzimmern, SRF Regional, 23.1.

Bernhard Pulver zur Bildungsstrategie, SRF, 23.1.


Der Berner Erziehungsdirektor Bernhard Pulver will in den Berner Schulen weiterhin Ruhe und Kontinuität. Nicht Reformen und Projekte stünden deshalb in der neuen Strategie im Vordergrund, sondern die Menschen, sagte Pulver am Freitag an einer Medienkonferenz. In diesem Sinn stehe die Unterrichtsentwicklung in den bernischen Schulen im Zentrum der dritten kantonalen Bildungsstrategie nach jenen von 2005 und 2009.
Lehrpersonen und Schulleitungen sollen sich aktiv an der Weiterentwicklung des Unterrichts beteiligen und Freiräume nutzen können, wenn sie wollen. «Für die Qualität der Schule ist es das Beste, wenn die Lehrpersonen mit Freude und Überzeugung unterrichten.»
Auch der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen sei sehr wichtig.
Die kantonale Erziehungsdirektor will in diesem Zusammenhang am 21. Februar erstmals einen «Tag der Schule» durchführen. Dort sollen Schulen die Gelegenheit haben, sich anderen Schulen zu präsentieren und mit ihnen in einen Dialog zu treten. Zudem werden in Kurzfilmen Beispiele für eine gute Praxis in den Schulen gezeigt.

Weitere Schwerpunkte der Bildungsstrategie sind die Anstellungs- und Arbeitsbedingungen der bernischen Lehrkräfte. Es gehe darum, die beschlossenen Lohnmassnahmen umzusetzen und zu schauen, wo der Kanton Bern im interkantonalen Vergleich steht.

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