Bildungsdirektor Ankli: "Wir wollen kein 'stop and go'", Bild: SRF
Frühfremdsprachen im Kanton Solothurn: "Yes we can", SRF Regional, 7.5.
Die SVP wollte ursprünglich beide
Frühfremdsprachen aus dem Lehrplan kippen, das Frühfranzösisch ab der 3. und
das Frühenglisch ab der 5. Klasse. Sie änderte ihren eigenen Antrag jedoch ab
und zielte letztlich nur noch auf das Frühenglisch.
Man wolle den Stundenplan in der Primarschule
entlasten, argumentierte die SVP im Solothurner Kantonsrat und auf diesem Wege
schliesslich zu mehr «Bildungsqualität» kommen. Viele Kinder seien mit zwei
Fremdsprachen überfordert und unmotiviert, argumentierte etwa Beat Künzli. «Die
Datenlage ist extrem dünn», ergänzte René Steiner von der EVP, «man kann den
pädagogischen Mehrwert der Frühfremdsprachen nicht messen.»
Für die
Befürworter von Frühenglisch und Frühfranzösisch war klar: Frühfremdsprachen
gehören heutzutage einfach zur Allgemeinbildung. Weiter seien sie Teil von
«Harmos», dem das Solothurner Stimmvolk vor noch nicht allzu langer Zeit
deutlich zugestimmt habe.
«Das Frühenglisch ist erst seit letztem
Sommer eingeführt», argumentierte etwa SP Kantonsrat und Lehrer Mathias
Stricker. «Wir können und müssen die Frühfremdsprachen zu gegebener Zeit
auswerten, aber erst müssen wir damit arbeiten.»
Und Bildungsdirektor Remo Ankli ergänzte:
«Wir wollen kein ‹stop and go›. Die Lehrer und Lehrerinnen haben sich für die
Frühfremdsprachen ausbilden lassen, sie sollen jetzt Erfahrungen sammeln. Die
Gemeinden brauchen Planungssicherheit und kein Hin und Her», so Ankli.
Am Ende setzten sich die Befürworter der
Frühfremdsprachen klar durch. Der Vorstoss der SVP wurde mit 68 zu 27 Stimmen
bachab geschickt.

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