SVP-Fraktionspräsident Christian Imark stellt eine Orientierung in Aussicht, Bild: Felix Gerber
Dem Lehrplan 21 sagt nicht nur die SVP den Kampf an, Solothurner Zeitung, 25.11. von Elisabeth Seifert
Die SVP Kanton
Solothurn kündigte am Dienstag in einem Schreiben an diese Zeitung an, dass
sich eine «überparteiliche Gruppe» gebildet habe, die den Lehrplan 21 mittels
einer Volksinitiative bekämpfen will. Dieser Gruppe gehören «Exponenten aus der
Schulpraxis und aus verschiedenen Parteien» an. Wer genau sich neben
SVP-Mitgliedern in dieser überparteilichen Gruppe engagiert, wollte
SVP-Fraktionspräsident Christian Imark nicht verlauten lassen. Für nächste
Woche ist eine erste Orientierung der Öffentlichkeit geplant, im Januar dann
will das Initiativ-Komitee an einer Pressekonferenz seine Pläne ausführlich
erläutern.
«Breite Opposition»
Weshalb dann
das Schreiben zum jetzigen Zeitpunkt? «Wir verdeutlichen damit, dass nicht
alleine die SVP mit einer Volksinitiative gegen den Lehrplan 21 antreten wird»,
sagte SVP-Fraktionspräsident Christian Imark. Mitte November hatte er auf
Anfrage angekündigt, dass die Volkspartei Abklärungen für eine Volksinitiative
treffe (wir berichteten). Knapp zuvor hatte eine grosse Mehrheit des Parlaments
einen Auftrag von SVP-Kantonsrat Beat Künzli (Laupersdorf) abgelehnt, mit dem
die Umsetzung des Lehrplans 21 im Kanton Solothurn gestoppt werden soll. Einzig
die SVP stellte sich geschlossen hinter das Anliegen, neun Mitglieder der
grossen Mittefraktion (CVP, EVP, GLP, BDP) enthielten sich der Stimme. In
erster Linie aus diesem Kreis dürften denn auch die Exponenten stammen, die
gemeinsam mit der SVP eine Initiative gegen den Lehrplan 21 an die Hand nehmen
wollen. An vorderster Front EVP-Kantonsrat René Steiner (Olten), der sich in
der besagten Kantonsratsdebatte als einziger explizit gegen den Lehrplan 21
geäussert hatte.
Es zeichne sich
eine «breite Opposition» gegen den neuen Lehrplan ab, meinte Christian Imark
gestern. Bewusst offen lassen will der SVP-Mann, wer im Initiativ-Komitee die
Themenführerschaft innehaben wird.
Andere Kantone
haben bereits entsprechende Volksinitiativen lanciert. In St. Gallen, Baselland
und Schwyz sind die nötigen Unterschriften gesammelt worden. Im Aargau ist die
Unterschriftensammlung derzeit im Gang.

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