17. März 2017

"Checks bieten Grundlage für Führungsarbeit"

Erstmals schrieben 13'000 Drittklässler aus dem Schulraum Nordwestschweiz einen standartisierten Leistungscheck. Wir haben bei Monika Feller, Schulleiterin einer Kreisschule in Diegten nachgefragt wie nun damit umgegangen wird.

Schulleiterin Monika Feller will der Lehrer nicht gegeneinander ausspielen, Bild: Sandra Ardizzone
Schulleiterin Monika Feller: "Chekcs sind nicht für Notengebung gemacht", Basellandschaftliche Zeitung, 17.3. von Philipp Felber

Monika Feller, es wurde betont, dass es kein Ranking geben soll. Doch wenn eine Schulleitung merkt, dass über einen Zeitraum von fünf oder sechs Checks die Klassenresultate einer Lehrperson im Vergleich schwächer sind, nutzt man diese doch als Instrument?

Das ist ja kein Ranking, sondern normale Führungsarbeit. Diese Erfahrung konnten wir aber noch nicht machen, weil es diese Checks noch nicht so lange gibt. Doch den Vergleich gab es schon vorher bei der Orientierungsarbeit. Ich muss die Lehrpersonen ja auch bewerten und fördern. Dafür verschaffe ich mir schon einen Einblick.
Wenn ich merke, dass irgendwo die Kinder zu kurz kommen, dann muss ich natürlich diese Lehrperson weiterbringen. Das ist mein Auftrag. Ob ich dies mittels weiterer Hinweise mache, will ich nicht ausschliessen. Ich will jedoch Lehrpersonen nicht gegeneinander ausspielen. Wenn man mit den Infos sauber umgeht, ist es durchaus denkbar mit den Resultaten aus den Checks zu arbeiten.

Der Landrat wollte in einer ersten Phase die Ergebnisse der Checks auf Noten heruntergebrochen haben. Nun sind die Checks obligatorisch für alle Schulen, und es werden keine Noten, nur noch Punkte verteilt. Warum diese Änderung?

Das Problem etwa an meiner Schule war, dass die Note viel höher war als der eigentliche Prozentrang. Deshalb werden den Schülerinnen und Schüler vielleicht falsche Hoffnungen gemacht.

Ist es deshalb nicht falsch, dass beim P 3 maximal 600 Punkte erreicht werden können? So besteht doch die Gefahr, dass ein Schüler einfach die Punktezahl als Note verrechnet. Nach dem Motto: Ich habe 438 Punkte, also eine 4,5.

Wenn man es so machen will, kann man das natürlich. Die Resultate sind jedoch nicht nur eine Punktzahl. Sie sind sehr differenziert. Wichtig ist, auf welcher Kompetenzstufe die Schüler sind. In der Phase bis zur ersten Evaluation hat das Amt für Volksschulen nun den Auftrag zu prüfen, inwiefern eine Notengebung Sinn macht. Aber die Checks sind Momentaufnahmen und deshalb eigentlich nicht für eine Notengebung gedacht.


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