7. November 2016

Sponsoring ruft nach Regelung

Immer mehr Firmen oder Verbände offerieren Schulen Produkte. Ein oft willkommenes Geschenk. Doch bezüglich der «Gratis-Werbung» der Firmen gibt es nun Regeln, schreibt die «SonntagsZeitung».
Erstmals Richtlinien für Werbegeschenke in der Schule, Bild: Keystone
Jetzt gibts Regeln für Werbeprodukte an Schulen, 20 Minuten, 7.11. 
Unternehmen stellen den Schulen Lehrmittel oder Arbeitsblätter zur Verfügung – wo auch immer es an neutralen Lehrmitteln fehlt. So sponsern IT-Firmen Computer-Programme oder für den Sexualkunde-Unterricht werden kostenlose Muster von Kondomherstellern bestellt. Letzte Woche hat der Michverband Swissmilk 360'000 Schülern während der Pause ein Glas Milch angeboten. Hinter solchen Aktionen stecken gemäss der Zeitung klar Marketing-Interessen der Firmen.

«Nicht alle wollen, dass ihr Kind Milch trinkt»
Jürg Brühlmann vom Lehrerverband sagt, Schulen hätten immer weniger die Ressourcen, die Lehrmittel herzustellen: «Je weniger Budget, desto mehr Gratisprodukte.» Es sei im Moment nicht geregelt, was passiert, wenn Eltern mit Aktionen wie beispielsweise dem Pausenmilchtag nicht einverstanden sind. «Nicht alle wollen, dass ihr Kind Milch trinkt.» Deshalb sei das Schulsponsoring nun in einer Charta geregelt worden.


Darin sollen sich 19 Unternehmen verpflichtet haben, für mehr Transparenz und einen besseren Datenschutz zu sorgen. Die Charta soll nächsten Dienstag vom Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz vorgestellt werden.

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