5. Oktober 2016

Viel Aufwand und ein hohes Risiko zu scheitern

Heinz Bachmann von der PH Zürich nimmt Stellung zur Kompetenzdiskussion und verteidigt den Lehrplan 21 gegen seine Kritiker. Angesichts der Heftigkeit der Auseinandersetzung fordert er aber eine Denkpause.
Harmos, Kompetenzorientierung, Lehrplan 21 - Sie meinen den Esel und hauen den Sack! Stiftung Lilienberg, September 2016 von Heinz Bachmann

Kommentare:

  1. Bachmanns Fazit ist so einfach wie plump: Gleiche Lehrmittel von Brusio bis Basel. Auf Jahre hinaus Monopolverlage mit hohen Margen und mieser Qualität. Bachmann übersieht offenbar, dass Lehrmittel nicht im luftleeren Raum existieren, sondern die Grundprinzipien des Lehrplans reflektieren (müssen). Da scheint mir sein Lösungsansatz doch etwas gar naiv zu sein.

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  2. EDK-Exponenten kolportieren gebetsmühlenartig „es würde sich wenig ändern“ oder vom „selbstgesteuerten Lernen“ stehe nichts im Lehrplan 21, verschweigen aber, dass das sehr wohl im Grundlagenbericht für den LP21 steht. Dass Kompetenzorientierung, „Selbstgesteuertes Lernen“ und Konstruktivismusideologie wie das Huhn und das Ei zusammengehören, geht auch aus den Schulungsunterlagen der Pädagogischen Hochschulen und der einschlägigen Reformliteratur hervor. Wenn die Schüler mit dem „selbstgesteuerte Lernen“ selber bestimmen was, wann, wie und ob sie lernen wollen und dabei von den „Lernbegleitern“ allein gelassen werden müssen, ist damit logischerweise die Abschaffung des Klassenunterrichts (Reformdeutsch: „veränderte Sicht auf den Unterricht“ oder „Unterricht ohne zu unterrichten“), der Methodenfreiheit und der qualifizierten Lehrer verbunden.

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