31. März 2015

Skilager sollen nicht sterben

Sie könnten kaum noch weiter Skilager durchführen, wenn das Basler Sportamt keine Ausrüstungen mehr vermiete, warnen Schulen. Denn damit könnten sich viele Eltern diese Lager nicht mehr leisten. Jetzt reagiert das Erziehungsdepartement auf die Kritik an dieser Sparmassnahme und geht über die Bücher.



Skilager als bleibende Erinnerung, Bild: Keystone

Basler Verwaltung will Skilager nicht sterben lassen, SRF Regional, 31.3. von Matieu Klee/Vanda Dürring


Ski- und Snowboardfahren ist ein teurer Spass. Nicht nur die Bergbahnen kosten viel, auch das Material ist nicht billig. Basler Schülerinnen und Schüler, die mit ihrer Klasse ins Skilager gehen, können deshalb beim Basler Sportamt die Ausrüstung ausleihen. Doch damit soll 2017 Schluss sein.
Damit will die Regierung jährlich 215'000 Franken einsparen. Diese Sparmassnahme beschloss die Regierung im Rahmen des Sparpakets mit dem sie insgesamt 70 Millionen Franken sparen will. Doch jetzt warnen verschiedene Basler Schulen, die Regierung setze mit dieser Sparmassnahmen die Skilager als solche aufs Spiel.
Denn ein Grossteil der 3500 Kinder, die jährlich in Basel in ein Skilager gehen, greift auf den Service des Sportamts zurück. Christoph Jäggi, Schulleiter des Dreirosenschulhaus in Kleinbasel sagt zum Beispiel: «Bei uns beziehen praktisch alle Schülerinnen und Schüler das Wintersportmaterial vom Sportamt.»
Beim Erziehungsdepartement wollte man die Schulen finanziell unterstützen, damit diese das Material im Skigebiet vor Ort mieten können. Das Problem: In einigen Skigebieten fehlt die Infrastruktur dazu und - anders als das Sportamt - vermieten Sportgeschäfte keine Kleider: keine Skihosen und Skijacken. Und viele Eltern könnten es sich nicht leisten, diese Ausrüstung zu kaufen, sagt Schulleiter Jäggi: «Ich befürchte, dass wir diese Skilager wohl nicht mehr durchführen können.»

Auch andere Schulleiter warnten das Erziehungsdepartement vor dieser Sparmassnahme. Dies bestätigt Simon Thiriet, Leiter Kommunikation beim Erziehungsdepartement. Deshalb geht das Departement jetzt über die Bücher. Dank Rückmeldungen aus den Schulen habe man realisiert, dass diese Massnahme nicht so umgesetzte werden könne wie geplant. «Deshalb arbeiten wir jetzt eine neue Lösung aus, wie dieser Verleih in Zukunft aussehen könnte.» Diese neue Lösung soll bis im Sommer vorliegen. Damit krebst die Verwaltung zum ersten Mal bei einer Sparmassnahme im Rahmen des Sparpakets zurück.

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